Der Stabilisator
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aus: T4-Wiki
Der Stabilisator ist ein Teil des Fahrwerks. Seine Aufgabe ist es, das Kurvenverhalten des Fahrzeugs zu verbessern.

Der Stabilisator besteht aus einem u-förmigen Rohr, bei dem die abgewinkelten Enden mit den Radaufhängungen einer Achse verbunden sind. Da er horizontal eingebaut ist und der mittlere Teil am Fahrzeug montiert ist, zwingt er beide Räder beim Ein- oder Ausfedern tendenziell „das gleiche zu machen“. Fährt das Auto also eine Kurve, neigt es sich, das kurveninnere Rad federt aus und das kurvenäußere Rad federt ein. Durch den Stabilisator wird dieses sogenannte „Rollen“ des Autos verhindert, da dieser versucht, beide Seiten des Autos auszugleichen. Die Folge ist, dass sich das Auto in Kurven weniger neigt. So macht der Stabilisator das seitliche Wankverhalten für den Fahrer erträglicher und verbessert das Kurvenverhalten.

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Stabilisator des nb09, hier in rot
Im Motorsport hat der Stabilisator, der an unserem Fahrzeug aus einem Kohlefaserstab besteht, noch eine andere Aufgabe. Durch die harte Federung und den niedrigen Schwerpunkt neigt sich der Rennwagen von Haus aus in Kurven weniger. Daher ist der Stabilisator hier zwar nicht überflüssig, übernimmt aber stattdessen die Aufgabe, Über- und Untersteuern des Rennwagens abzustimmen.

Untersteuert der Rennwagen beispielsweise, hat die Vorderachse zu wenig Bodenhaftung. Stellt man nun den vorderen Stabilisator weicher - das heißt man verlängert das abgewinkelte Ende - federn die Räder dieser Achse unabhängiger und sie können mehr Kraft übertragen. Dieser hinzugewonnene Grip wiederum verhindert das Untersteuern. Ergänzend könnte man beim Untersteuern auch den hinteren Stabilisator härter stellen.

Analog zum Untersteuern wird beim Übersteuern – das Heck des Wagens bricht hierbei durch fehlende Haftung aus - der vordere Stabilisator härter, bzw. der hintere Stabilisator weicher gestellt.

02.03.2010